30mm-Hochzeit

Stell dir vor, du verleihst einen Großteil deines Foto-Equipments an eine liebe Kollegin für ihr Projekt – und dann musst du den Rest noch zum Service schicken. Übrig bleibt die kleine Panasonic Lumix GM5 mit dem 1,7/15mm Summilux – und das ist alles für eine Hochzeit. Ups!

Panasonic Lumix GM5 & Panasonic Leica 1,7/15mm Summilux
Panasonic Lumix GM5 & Panasonic Leica 1,7/15mm Summilux

Aber – in jedem Problem liegt auch eine Chance und Reduktion auf das Wesentliche schärft ja den Blick. Oder so.

30mm Hochzeit - Maides of Chucks
30mm Hochzeit – Maides of Chucks

Fakt war am Ende: Ich bin mit dem kleinsten Besteck das ich (noch zu Hause) hatte zur Hochzeit meines Freundes gefahren. Nein – nicht als Fotograf, sondern „nur“ als Freund & Trauzeuge. Trotzdem hatte ich meine „Kleine“ dabei. Irgendwie geht es ja dann doch nicht ohne. (Trotz iPhone)

30mm Hochzeit - Helferlein
30mm Hochzeit – Helferlein
30mm Hochzeit - Prost! ;-)
30mm Hochzeit – Prost! ;-)

Standesamt (inkl. Gruppenbilder), Making of beim Shooting mit der Profi-Fotografin (deren Canone ich nebenbei wieder in Gang gebracht habe) und am Abend bei der Party. Die keine GM5 hat sich gegen all die ausgewachsenen großen DSLR Monster toll geschlagen. Nur bei der OMD mit dem 75mm/1,8 ist sie dann doch etwas stiller geworden… (und eine GX8 war auch da!)

Der große große Vorteil als Nicht-Fotograf aka Gast: Mann kann feiern! Und das hat die ganze Hochzeitgesellschaft auch getan. Bis sehr spät in die Nacht. 😉

Jetzt sitze ich vor vielen vielen Bildern und bin doch sehr überrascht über die Qualität der Bilder. Nicht die technische Qualität – sondern die Qualität der Geschichte und Emotionen. Ein paar Sachen konnte ich nicht machen – ja – 30mm wären für eine ganze Dokumentation dann doch viel zu wenig. Oder ich hätte mich noch mehr bewegen müssen.

30mm Hochzeit - Party!!!
30mm Hochzeit – Party!!!
30mm Hochzeit - Torte
30mm Hochzeit – Torte

P.S.. Meine liebe Frau hat inzwischen auch an den Turnschuh-Zoom gewöhnt und hat auch viele viele Bilder gemacht. Irgendwie bekomme ich hier Konkurrenz im eigenen Haus! 😮

Ich kann nicht alles zeigen – was an den zwei Tage so passiert ist – aber es war trotz großer Organisation am Ende doch ein cooler und lustiger Abend! 😉

Neue Fotopodcasts

Durch Zufall bin ich mal wieder auf neue Fotopodcasts gestoßen. Heute und hier mal die erste „Empfehlung“: Der FotografenTalk’s podcast.

My Podcast Set I

(Bild (c) by Patrick Breitenbach https://www.flickr.com/photos/29205886@N08/2743534799)

Noch relativ neuer Podcast der Fotografin Barbara Klein aus Markt Schwaben bei München. Ein wenig Technik & Co. und ganz viele Interviews mit einzelnen Fotografen. Technisch nicht perfekt sondern eher „unplugged“ und deswegen auch sympathisch! 😉

Alle weiteren Podcasts wie immer hier in der Gesamtliste der deutschen Foto-Podcasts.

Tipps zum Gebraucht-Zubehörkauf und -verkauf

Bei Foto(Zubehör) ist es wie beim Auto: Mit dem erstmaligen Einschalten verliert das Objekt der Begierde schlagartig ca. 20% an Wert.

D600 Body
D600 Body

Bei einem Auto mag man das vielleicht noch verstehen – ist ein PKW doch oft individuell konfiguriert und der Verschleiß von Teilen startet quasi schon mit dem ersten Betriebsmoment – so ist das bei Fotosachen nicht so sehr nachzuvollziehen. Trotzdem ist es aber so.

Beim Wechsel von Nikon auf dir GX8 habe ich zB eines der besten UWW-Objektive nach ca. 1 Jahr für gut 30% weniger als der damalige Anschaffungspreis verkauft. Und die (teils unverschämten) Angebote gingen da noch weit drunter.

Ich kaufe gerne gebraucht – weil es eben keine wirkliche „Abnutzung“ an Fotoequipment gibt. Okay – es gibt die Besitzer die mit ihren Fotosachen wenig pfleglich umgehen und die Kamera/Objektive recht vergilbt aussehen. Aber technisch altert eine Linse nicht.

Meine einfache Strategie dabei ist: Kaufe nix was man nicht ansehen kann oder wo der Verkäufer einen guten Ruf zu verlieren hätte. Ergo nix bei dubiosen Quellen, immer vorher mal telefonieren und am Besten vorbeifahren und ansehen.

Bisher hatte ich nur wenige „Probleme“ – einmal hat ein Freund vergessen, dass ich ihm was gegeben habe – ergo hat er nie bezahlt. Einmal habe ich am Ende zu viel bezahlt (schlechte Preis-Recherche), zweimal kam ein verrauchtes Objektiv an und einmal hat die Post ein Paket verschlampt – da bekam ich aber mein Geld wieder zurück.

Meine (Ver-)Kaufstrategie sieht dabei so aus:

a) Bekannte/Freunde
Keiner zieht einen Bekannten/Freunde über den Tisch! Das mache ich nicht – und das erwarte ich auch von meinen Bekannten und Freunden! Bisher habe ich mich nur einmal täuschen lassen.

b) eBay Kleinanzeigen
Das schöne an den Kleinanzeigen ist die Suchfunktion die man mit Begriffen und Region eingrenzen kann. Damit bekomme ich nur Anzeigen aus meinem näheren Umfeld. So nah, dass man vorbeifahren kann. Dann eben ansehen, anfassen und ggf. noch etwas nachbehandeln.

c) Foren (Auch Facebook-Foren)
Egal ob es ein Forum auf Facebook, ein Produkt-Nahes Forum (zB Lumix-Forum oder Nikon-Forum) oder das große und mächtige DSLR-Forum ist – das Angebot ist groß und man muss was tun um dort mit seinem Angebot nicht „unterzugehen“. Aber man findet dort immer wieder gut Angebote. Hier halte ich es ähnlich wie bei den Kleinanzeigen: Enger Kontakt, wenn möglich abholen oder zumindest anrufen.
Wenn ich in Foren verkaufe, dann verlinke ich dort immer nur auf meine eBay Kleinanzeigen.

d) Amazon Warehouse / Deals
Sehr elegante Sache – Amazon verkauft hier „Rückläufer“ meist einen Schnapps unter dem Listenpreis. Auch die regelmäßigen Deals sind eine gute Quelle. Ich habe aber noch keine Möglichkeit für einen Suchagenten gefunden. Bestimmt gibt es da aber was…

e) Profi-Ankäufer
Mit einem „Profi-Ankäufer“ habe ich bisher Erfahrungen gemacht – man muss halt selbst entscheiden ob einem der angebotene Preis passt oder nicht. Er will halt auch noch von was Leben – also ist es ähnlich wie beim Autoverkauf: Im direkten Verkauf kann man mehr bekommen.

No-Go’s!
– eBay: eBay ist tot! Die Gebühren sind so hoch, dass sich ein Verkauf nicht mehr lohnt!
– Flohmarkt: Ja, kann man anfassen – aber wenn später mal was ist, dann ist der Verkäufer auch weg… (Siehe Tipps mit anonymen Verkäufern)

Keine Erfahrungen habe ich mit Fotobörsen. 

Zustand
Natürlich sollte das neue Objekt der Begierde quasi neu sein – ein paar Dinge gilt es zu beachten:
– Fungus: Trifft vor allem alte Objektive
– Sturzschaden: Ist wie bei Kindersitzen: Einmal gefallen – keine gute Wahl!
– Gilb: Vor allem alte Objektive neigen zu häßlichem Gilb am Gummi. Muss man ansehen!
– Kratzer auf der Linse: Werden funktional überbewertet! Aber trotzdem im Preis berücksichtigen!

Worauf achte ich beim Kauf von Gebrauchtwaren:
1. Zustandsbeschreibung und Bilder
2. Garantie bzw. Alter
3. OVP (Originalverpackung)
4. Rauchfreier und tierfreier Hauhalt?
5. Preisreferenz – hier versuche ich auf verschiedenen Plattformen einen durchschnittlichen Preis zu bekommen. Gute Quellen sind auch die Gebrauchtpreislisten für Nikon, Canon und Sigma.

Ausland
Nope! Never. Bisher hab’ ich es nur einmal mit einem Käufer im Ausland versucht – hat funktioniert. Aber das war ein Deutscher der nach Italien ausgewandert ist, lange digitale Vita. Aber sonst… Nie!

Bezahlung
PayPal ist bequem – aber PayPal nimmt Gebühren. Daher halte ich es recht klassisch mit der Überweisung.

Hier noch ein Tipp zu „Anonymen Verkäufern“:
Also zu jedem Verkäufer den ich nicht persönlich kenne (Kleinanzeigen, Foren) starte ich eine Recherche. Dank Dr. Google findet man eigentlich über jede Person etwas. Spätestens wenn man die eMail-Adresse hat. Hat der Verkäufer keinen digitalen Daumenabdruck – dann kaufe ich da auch nix! Hat er einen „Namen“ in der Foto-Szene, ist er irgendwo/irgendwie aktiv, dann bekomme ich mehr Mut hier was zu kaufen: Er hätte seinen Ruf zu verlieren wenn er mich über den Tisch zieht!

Soweit meine Strategie – und wie gesagt: Die Anzahl meiner „Reinfälle“ ist begrenzt.

Anerkennungserfolg

Die Ausstellung über die ich hier kurz berichten möchte ist leider nicht meine Ausstellung gewesen. Leider.

Einer meiner Kurs-Teilnehmer hat den langen und schweren Weg zu einer Ausstellung sehr erfolgreich hinter sich gebracht – heute war die Vernissage. Wow!

Kuba - zwischen gestern und morgen
Kuba – zwischen gestern und morgen

Es ist das eine, eine Reise zu machen und dort sich auf die Fotografie zu konzentrieren – und das andere ist danach sich den Aufwand und Stress zu machen sich darum zu kümmern, dass daraus eine Ausstellung wird.

Kuba Ausstellung Kuba Ausstellung

Location, Stellwände, Abzüge, Bewirtung etc. etc.

Großes Kino!

Kuba AusstellungKuba AusstellungIch ziehe also meinen Hut vor Thomas, vor seinen tollen stimmungsvollen Bildern, vor dem Aufwand die Bilder danach auszusortieren und zu entwickeln, vor seinem Mut überhaupt die Bilder auszustellen, vor dem Aufwand der Vorbereitungen der Ausstellung, sich einen Sponsor für die Abzüge besorgt zu haben. Thomas: Chapeau! Kuba Ausstellung

Und zu guter Letzt waren dann auch noch eine wirkliche große Menge an Menschen da. Respekt!

Die Ausstellung ist jetzt noch ein paar Tage zu den Schulzeiten zugänglich. Wird dann im Spätsommer (Termin noch nicht final) in der VHS EBE für einige Wochen zugänglich sein.

Wien, Wien, nur du allein…

Es ist jetzt bald ein Jahr her, dass ich einen Freund in Wien besucht hatte. Einen Teil der Bilder hatte ich schon unter „Wien morbide“ veröffentlicht. Aber Wien hat noch viel mehr als den Zentralfriedhof. Viel mehr!

Es war meine erste private Reise nach Wien. Bisher war ich immer nur dienstlich in der schönen Stadt an der Donau. Dabei ist Wien wirklich eine Reise wert! So hatte ich die Gelegenheit genutzt und mich bei schönstem Wetter – ohne Hetze – durch die Stadt treiben zu lassen. Eine kleine Rundfahrt mit dem Touri-Bus gab mir die erste grobe Übersicht, den Rest bin ich dann zu Fuß „erlaufen“. Mit dabei die D600, das 24-70 von Tamron und das 20er von Nikon. Viel Gewicht!

Das schöne an Wien ist der Kontrast aus Alt und Neu – den man in deutschen Großstädten so nicht so oft bzw. deutlich sehen kann. Das kommt einfach daher, dass es hier noch wesentlich mehr alte Bausubstanz gibt. Und dann ist Wien auch schon ein wenig „Orient“. Trotzdem spricht man Deutsch. Also alles irgendwie vertraut – und dann doch wieder ganz anders. Natürlich habe ich auch ein wenig am Abend fotografiert – aber nicht das Nachtleben. 😉

Besonders hat mich die Karlskirche beeindruckt. Eine Mischung aus Kirche und Minarett mit einer tollen Architektur und wirklich beeindruckenden Fresken. Dank der Renovierungsarbeiten konnte ich bis in die oberste Spitze nach oben und auch die Fresken von sehr nahem bestaunen.

Obligatorisch war natürlich der Besuch der Österreichischen Nationalbibliothek, nur dich Zufall bin ich in die Legehennen-Studenten-Batterie im Lesesaal der Uni gekommen. Auch sehr beeindruckend.

Die Tour de Vienna hat viel Spaß gemacht, ich habe viel gesehen und erlebt und konnte ganz ungehindert (schöne) Touri-Fotos machen. Das nächste mal dann mit weniger Gewicht und weniger Toure-Bilder. Versprochen! 😉

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Noch ’ne Facebook-Gruppe…

Muss das jetzt auch noch sein? Nee…

Als Panasonic Lumix GX8 User kommt man sich vor wie ein NSU Ro-80 Fahrer.

Tolles Design, erstklassige Technik – ausbaufähiger Service, nicht vorhandenes Marketing!

Da gibt es ein „offizielles“ Forum der Panasonic Deutschland GmbH – ohne echte Moderation oder ordentlichen Feedbacks. Die Standard-Antwort lautet: Rufen Sie bitte im Support an.
Und es gibt dort viele Fragen zu Bedienung, Handlung und Tipps&Tricks!

Dann gibt es da ein „in-offizielles“ Panasonic Forum von Frank Späth. Toller Inhalt zu vielen Panasonic Lumix Kameras. Aber mit den klassischen Foren stehe ich seit je her irgendwie auf Kriegsfuss. Dazu hat Frank Späth das Handbuch zur GX8 bis auf weiteres auf Eis gelegt – kein Wunder wenn man eine komplette Zeitschrift übernimmt!

Und dann gibt es da noch die offene (internationale) Panasonic Lumix GX-Gruppe auf Facebook mit vielen sehr guten Teilnehmern. Aber eben alles auf Englisch.

Ein Dilemma! Da bekommt man keine Hilfe, dort nur auf Englisch und hier mag’ ich nicht weil mir das zu doof ist… na dann: Versuchen wir mal eine eigene Gruppe auf die Beine zu stellen! Vielleicht findet sich ja eine kritische Menge und wir können mit guten Inhalten und Tipps&Tricks überzeugen.

Bildschirmfoto 2016 06 06 um 00 28 20

https://www.facebook.com/groups/gx8de/

Ach ja – falls jemand von Panasonic Deutschland mitlesen sollte: Hey! Einfach anmelden! Ich würde mich freuen euch dabei zu haben…. ehrlich! 😉

Fingerübungen

Am Sonntag hatte ich die Gelegenheit nach einer Familienfeier einen kleinen Photowalk durch Bönnigheim zu machen. Bönnigheim, das ist eine kleine württembergische Stadt mit viel Geschichte, unweit meiner Heimatstadt und seit einigen Jahren das Zuhause meines großen Bruders. Eigentlich ein Dorf, aber wie gesagt mit viel Geschichte und Charme.

Photowalk um 9:30 auf einem Dorf? Naja, mehr als 2-3 Leute werden das nicht. Aber am Ende war es eine stolze Truppe von 15 Leuten die mit Stativ, Kamera und Rucksack durch die Gassen zog. Photowalk auf einem Dorf das ich eigentlich kenne? Naja, da werde ich nix neues entdecken. Aber man kann neues entdecken. Und dabei einfach ein paar Fingerübungen machen.

Während die einen mit großem Rucksack, DSLR und Stativ unterwegs waren, hatte ich lediglich meinen kleinen Camslinger dabei inkl. dem Panasonic 7-14 and der GX8 und dem Panasonic 42,5/1,7 an der GM5. Ist schon etwas Luxus mit 2 Bodies rumzulaufen – aber sooo winzig wie die sind, fällt das ja nicht ins „Gewicht“.

Meine primäre Idee war es mit der GX8 und dem 7-14 ein paar schöne Bilder von diesem alten Weindorf zu machen. Fachwerk, enge Gassen. Schon beim Start am Schloss merkte ich: 7mm (aka 14mm am Kleinbildsensor) ist verdammt viel Brennweite. Den Plan muss ich optimieren. Also klassische Landschaftsfotografie in der (Klein-)Stadt. Vordergrund, Mittelebene und Hintergrund. Gar nicht so einfach in einem Dorf. Also mussten Bäume, Sträucher und Blumen herhalten um eine Ebene ins Bild zu bekommen. Ab und an dann auch mal Details, was kurioses oder etwas negativer Raum.

Was sich als sehr hilfreich erwiesen hat war das Klapp-Schwenk-Display der GX8. Wer es einmal hatte – der will es nicht mehr missen! Da ist die GM5 fast schon irgendwie „kastriert“. Unübliche Positionen sind auch möglich ohne im Schmutz zu liegen. 😉

Die Bilder sind mehr-oder-weniger alle OoC, nur RAW2JPG mit Lightroom Auto-Tonwertkorrektur und ein paar kleinen Zuschnitten/Korrekturen. Wie immer: Max. 60 Sekunden pro Bild.

[Edit] Was mir absolut fehlt ist der Austausch mit den anderen Fotografen. Erst die nachträgliche Reflektion, der Vergleich dessen was der einzelne gesehen hat, erst dieses auseinandersetzen mit dem Sujet bringt einen eigentlich auf neue Ideen & Gedanken für die nächste Tour. Von 2 Mit-Walkern habe ich den Facebook Account, und was ich dort bisher gesehen habe ist einfach komplett anders und in seiner Art sehr gut.

Ich denke ich habe da ein paar ordentliche Fingerübungen abgeliefert – seht selbst und vielleicht gibt es ja auch mal einen Kommentar?

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