Meglisalp

Mit der DSLR auf Bergwanderung

Letztes Wochenende war ich mit meinen Kollegen am Säntis in der Schweiz. Neben einem Meeting stand auch eine Bergwanderung auf den Säntis auf dem Programm.

Für mich war klar: Ich nehme meine Kamera mit!

Primär dachte ich zwar an Sternenhimmel-Bilder in den Bergen oder Landschaftsbilder, aber mir war auch bewusst, dass ich hier das eine oder andere eher Portrait-like oder Gruppen-Bild machen werden  muss.

Was nimmt man nun also als Equipment mit? Wer auf den Berg geht muss seine Sachen hochtragen, d.h. Gewicht und Größe sind eine wichtiger Punkt – schließlich habe ich kein Muli dabei. Neben der D600 und meinem Lieblingsobjektiv dem 20mm/2,8 wollte ich nur noch ein weiteres Objektiv mitnehmen. Zuerst dachte ich an das 28-300 – aber wir mussten unseren kompletten Rucksack auch über den Säntis tragen und da fällt das 28-300 auf Grund des Gewichtes komplett aus. Das 24-85 wäre auch okay gewesen, aber ich kenne mich: Dann hätte ich das 20er nicht montiert. Also 85/1,8 oder 50/1,8? Am Ende war es das 50er. Gewicht und der etwas universellere Einsatzbereich haben dann gezählt.

Zum Wandern habe ich den Capture Clip verwendet um die Kamera am Rucksackgurt zu montieren. Der Capture Clip ist inzwischen neben meiner Black Rapid Handschlaufe mein liebstes Trage-Utensil geworden. Egal ob am Rucksackgurt oder am Gürtel. Dazu ein am Gürtel bzw. Bauchgurt des Rucksacks befestigteren Objektivköcher für das zweite Objektiv. Fertig.

Die Wanderung war durchaus Hochalpin und ich habe dann doch an einem Klettersteig die Kamera und den Köcher in den Rucksack verstaut. Wäre aber nicht unbedingt notwendig gewesen – allerdings wollte ich auch deinen Versicherungsschaden provozieren! Alles in allem ist die Kombi so gut geeignet, vielleicht wäre das 24-85 doch eine gute Alternative, das 20er dann eben nur für die nächtlichen Aufnahmen des Himmels. Wenn der sich nicht wieder hinter den Wolken verzieht. ;-)

Leider kann ich nicht alle Bilder hier zeigen – die Kollegen wollten mir irgendwie keinen Model-Release geben, ggf. weil sie dann hier und da doch etwas derangiert aussahen. Aber was ich zeigen kann, sehr ihr hier in der Galerie.

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[4mal13ist2014 - Geräusche] Im Kreis herum

Einmal im Jahr ist bei uns im Dorf (Sorry – Gemeinde…) ein Volksfestchen. Es ist wirklich nett, ein Bierzelt, ein paar Buden und Fahrgeschäfte. Mit dem Oktoberfest oder dem Wasen kann es nicht mithalten – auch nicht mit meinem aus Kindertagen geliebten Pferdemarkt. Aber am Ende ist es den Besuchern auch egal wie groß oder bunt so ein Volksfest ist! Den Erwachsenen kommt es am Ende nur darauf an, wie viel kostet die Maß – und der Jungend: Wie teuer ist der Autoscooter! ;-)

Und dann lässt sich das Publikum für einen Moment in das jetzt und hier fallen, schaukelt, fährt mit 6 Jahren zum ersten Mal „Auto“ oder freut sich als Jugendlicher darüber wenn in der Tegernseer Rundfahrt das Madl an der Seite dann Zentrifugalkraft endlich an einen ankuschelt und das Madl bei jeder Welle kreischt. „Achtung Achtung – noch ne Runde!!!”

Herrlich. Nochmals Kind sein. 

 

20140719 Volksfeststimmung 8767

[4mal13ist2014 - Geräusche] Demut


Am Wochenende war ich mit Kollegen auf der Meglisalp am Säntis. Ziel war ein Strategiemeeting mit einer gemeinsamen Bergtour zum Säntis. Nach einem spanenden WM-Endspiel und einem anstrebendem Meeting ging es dann in den Berg.

Wer öfters im Berg ist, der kennt dieses Geräusch eines Helikopters. Und dieses Geräusch ist kein gutes Geräusch. Es erinnert einen sofort daran, wer im Berg der Herr ist. Es zeigt jedem Wanderer und Bergsteiger deutlich, dass es Grenzen gibt. Physikalische Grenzen. Persönliche Grenzen. Und dieses Geräusch lehrt einem sofort demütig zu sein und den Berg anzuerkennen, als den alleinigen Meister den keiner Bezwingen sondern nur Erfahren soll.

Demut im BergSo hofft man bei dem Geräusch immer, dass es nur ein Transportflug ist und kein Rettungsflug, dass es allen Berg-Kollegen gut geht und niemand in Gefahr schwebt. Nur ein Sack Zement und kein Mensch.

 

Unsere Tour war lang! 8,5h sind wir über den Säntis gegangen und für manchen in der Gruppe war es nicht einfach. Ich war am Ende sehr froh’, dass wir alle heil und unversehrt das Tal erreicht hatten. Hier und da hätte es auch anders ausgehen können. Und das Geräusch des Helikopters wollte ich nicht nochmals hören.

Teilnahmebedingungen

Stell’ dir mal vor, du machst Urlaub in einem netten Ostsee-Örtchen und die lokale Verwaltung ruft zu einem Fotowettbewerb auf. Die Chance: Man kommt mit seinem Bild auf den Gästekalender 2016. Jedes Teilnahmebild mit mehr als 3 „Likes“ bekommt man als Großformatabzug nach Hause geschickt, auch wenn es nicht im Kalender landet.

Klingt eigentlich ganz nett. Bis…. bis man die Teilnahmebedingungen durchliest:

Ja, natürlich dürft ihr mein Bild speichern und für den Wettbewerb und den tollen Kalender verwenden – aber warum sollte ich ein “zeitlich unbeschränkte, nicht ausschließliches Nutzungsrecht“ einräumen? Speziell auch für alle Angebotsarten wie freies und kostenpflichtige Internetinhalte, Offline-Anbieter, Print etc. – natürlich unentgeltlich? 

Ja natürlich kann man auch was gewinnen – 2 Übernachtungen im Doppelzimmer, also ca. 100 EUR Naturalwert. 

Aber was gewinnt diese Gemeinde? Unter Umständen ein tolles Werbeplakat was bei einem professionellen Fotografen gerne mal einen vierstelligen Betrag kosten könnte.

Dabei ist die Idee wirklich gut! Als Gast nehme ich mir die Zeit und versuche meinen Urlaubsort ins rechte Licht zu rücken, zu erzählen wie ich den Ort sehe und empfinde. Und natürlich bin ich im weiteren Verlauf neugierig, besuche die Website, komme vielleicht im nächsten Jahr wieder um es noch besser zu machen, empfehle das Strandbad auch anderen, schwärme usw usw usw. 

Mag sein, dass der eine oder andere die Teilnahmebedingungen nicht liest oder sie ihm egal sind. Ich hab sie gelesen und mir sind sie eigentlich auch egal – aber ein fahler Beigeschmack bleibt. 

Und nein – ich sag’ jetzt nicht wo ihr die originales Wettbewerbsbedingungen nachlesen könnt.  ;-)

20140702 Ostsee 8085