Ego photographica, ergo sum

Published: 2 Wochen ago

Synology als Download Server für Fernsehsendungen

Viele Fotografen (und auch nicht-Fotografen) nutzen eine Synology als zentralen Datenspeicher. So ein NAS ist eine feine Sache, steht es doch immer Bereit, hält Daten vor, macht Datensicherung (oder dient als Ziel für Datensicherungen) – und wenn man genauer hinschaut, dann kann die kleine Box noch mehr nette Sachen machen. Bei mir stehe eine 213j im Keller, 2*3TB, kein Rennpferd, aber für meine Ansprüche vollkommend ausreichend.

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Über den Paket Manager kann man die Synology um diverse Pakete erweitern. Nicht alle sind für den Otto-Normal-User wirklich sinnvoll, andere können einen das Leben dann doch recht nett machen.

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Hier und da gibt es z.B. den einen oder anderen Film auf Youtube oder den Mediatheken den man gerne nochmals später ansehen möchte. Hier wird also eine dezentrale temporäre Sicherheitskopie des Filmes benötigt. Dazu kann man natürlich mittels Youtube-DL per Kommandozeile arbeiten – oder eben mit dem eingebauten Download Manager der Synology. Hier muss man nur die Mediatheken als Hosts eintragen. Wie das geht kann man bei Daniel Gehn nachlesen. 

Dann kann mein einfach die URL der Sendung in eine Web-Oberfläche einfügen und warten bis das kleine NAS alles erledigt hat. Nett. Sehr nett…  ;-)

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Published: 3 Wochen ago

War Photographer by James Nachtwey

Manchmal hat man einfach die Möglichkeit auf einer Dienstreise im ICE sich einen Film anzusehen. Und ein Film der schon seit sehr langem auf meiner Liste stand war “War Photographer” von James Nachtwey.

Kein einfacher Film, kein einfaches Thema. Es sind sehr bewegende Bilder die hier gezeigt werden und es ist ein besonderer Mensch der hier portraitiert wird. Ein Idealist, der hofft – nein glaubt, dass man in die Konflikte gehen muss um das Elend der Welt zu zeigen damit sich die Welt verändert.

Und ich denke er hat Recht! Aber seht selbst! Empfehlenswert für alle die heftige Bilder vertragen können!

 

 

 

Published: 3 Wochen ago

Brennweiten – Erfahrungsweiten

Es ist meine unendliche Geschichte von Erfahrungen, Lernkurve und GAS.

Bei mir hat alles 2008 mit einem 18-270/3,5-5,6 an der Pentax K10D angefangen. Weil ich es nicht besser wusste.
Und weil ich dachte, so was kann nicht schlecht sein. Ich hatte damals nur wenig Ahnung von Blende, Brennweite, Tiefenschärfe, optischen Leistungen, chromatischen Aberrationen und all den anderen Sachen. Meine Quelle waren ein paar wenige Foren im Internet in denen ich reingelesen hatte. Und die Erfahrung mit meiner Canon IXUS 30 (Blende 2,8 bis 4,9). Ich dachte damals: Das reicht! Mehr brauchst du nie!

Dann kam der Podcast-Konsum bei NSonic und Happy Shooting, mehr Foren, Twitter und mehr Informationen im Internet und wieder eine ernstere Auseinandersetzung mit dem Thema Fotografie nach vielen vielen Jahren. Wow! Was man da alles braucht. Die erste Krankheit die man dann bekommt nennt man „GAS“ (Gear Akquisition Syndrom). Die nächste Krankheit heißt Full-Frame, im Zweifel Analogismus mit Cafenol oder anderen schlimmen Symptomen.

Bei mir war GAS zunächst recht harmlos, es war nur ein 50mm/1,4 von Pentax. Keine schlechte Linse. Und sowas von kleinem Schärfetiefen/Tiefenschärfe-Bereich. Wow!

Eine Analyse meiner Bilder mit dem 18-270er hat mir gezeigt: Entweder 18mm oder 200++mm. Also eigentlich passt so ein 50er gar nicht zu mir. Das „Turnschuhzoom“ hegte ein tristes Dasein und wurde nur ab und an als Bokeh-Monster rausgeholt. Statt dessen kam dann ein 10-24 von Tamron in den Objektivpark.
Aber so ein Ultraweitwinkel ist auch etwas was man erst lieben lernen muss. Da stürzen Linien ins unendliche, der Randbereich ist auch bei Blende 8 matschig und wenn man mal was sehen will, muss man dem Sujet arg auf die Pelle rücken.
Also doch wieder (Universal)Zoom, diesmal 28-75. Aber das ist am Ende abgesehen von der Offenblende von 2,8 auch nicht Fisch-nicht Fleisch. Sind 28mm am Crop doch 42mm und damit sehr nahe an den 43mm Prozessordiagonale eines Kleinbild(Sensors).

Und immer wieder hab’ ich es von alles Seiten und Podcasts gehört: Also Festbrennweite mit f1,4 muss schon sein. Sonst ist das nicht kreativ, sonst ist das nicht mit geilem Bokeh. Sonst kann man nicht richtig freistellen. Sonst ist das einfach nicht „Professionell“. Also musste das 18-270 wieder weg. “So was” hat man einfach nicht! Oder?

Eigentlich wollte ich dann ein 70-200 kaufen, gleichzeitig musste ich eine neue Pentax kaufen (Abstieg von K10D auf Kr) weil meine Versicherung nur einen Bruchteil des Neupreises bezahlte. Das führte zum einen zum Wechsel der Versicherung und zum anderen wegen notorischem Fehlfokus an der Kr zum Wechsel zu Nikon. Alles von Pentax musste weg – war ja nicht viel. Dachte ich.

Mit dem Umstieg von Pentax nach Nikon hat sich mir eine neue Objektivwelt eröffnet! Von Fischauge bis Ultra-Zoom! Alles gibt es da, auch als Altglas zu vernünftigen Preisen. Also schnell noch die Brennweiten 20, 24, 28, 50 und 85 als Altglas (Made in Japan!) dazugeholt – das 35er gab es aus der neuen Serie. Das Tamron 28-75 war ebenfalls bei Nikon meine erste Wahl. Ein 80-200/2,8 war auf mal kurz in meiner Tasche – aber damit bin ich gar nicht warm geworden!
Weiter ging es mit dem GAS! Ein 70-300 musste her weil ich einen Auftrag hatte. Dazu noch ein SB900. Und weil man schon dabei ist ein 50er/1,8. Wurde es besser? Weiter ging es mit einem 85er/1,8 und einem 28er/2,8. Und weil die neuen AF-S Linsen ja geiler und besser sein müssen als das AF-D Altglas wurde bei 50&85mm nochmals upgegradet. Irgendwann muss doch das kommen, das mit der Kreativität. Bei all dem Equipment und den Festbrennweiten. Oder was fehlt denn nun noch? Doch die FX-Kamera von Nikon?

Der Frust nimmt zu – das Bankkonto nimmt ab. Nach ersten Highlights am Foto-Marathon München 2012 geht es eigentlich nur bergab. Irgendwann stellt sich die LMAA Stimmung ein. Fotografieren wird zur Qual, der Frust so groß, dass man seine Sachen nicht mehr zeigt.

Nach einer Weile hab’ ich mir das alles nochmals angesehen – und festgestellt, dass ich eigentlich nur das 20er und das 85er nutze! Das 28-75 nutzt eigentlich nur meine Frau (und flucht dabei). Vielleicht ab und an das 35er noch – aber der Rest?
Naja, teilweise ist der „Rest“ zu meinem Sohn diffundiert der für seine D7000 auch ein paar Scherben braucht. Der letzte Rest setzte Staub an. Für meine Frau schaffe ich ein 18-105er an, was dann auch recht schnell zu meinem Immerdar wird. Ich knips ja nur noch – und dazu reicht es allemal!

Also nochmals eine neue Strategie ausarbeiten und sich Gedanken machen was/wie/wo ich nutze.

Dann hatte sich alles im Wesentlichen mit 3 Objektiven eingedampft:
– 18-105 Kit-Scherbe: Das ist mein Immerdrauf wenn ich mit der Familie unterwegs bin. Und zwar im JPG-Modus.
– 20mm/2,8: Mein persönliches Immerdrauf – wenn ich ohne Familie unterwegs bin.
– 35mm und 85mm: Meine Portrait-Linsen. Schön scharf!

Und dann? Zufrieden? Mitnichten! Die D7100 macht mich an! 24MPixel und ohne AA Filter. Die Erfahrung ist ernüchternd und kurz! Keim Mehrwert dafür Frust bei der Seriengeschwindigkeit. Durch Zufall durfte ich einen Nachmittag mit der D600 spielen. FX! FX muss es sein! Denn nur Vollformat ist gutes Format – sagen jedenfalls alle anderen. Eigentlich wollte ich das nicht, aber der „Upgrade“ auf die D7100 war eine Sackgasse und der Weg zurück wegen Verkauf gesperrt. Dann also doch eine FX von Nikon. Eine gut erhaltene D600 ist nun mein Eigen – aber auch mit einem Umbau im Objektivpark. Das 18-105 ist DX und daher untauglich, das 35er DX ebenfalls.

Nach dem Umstieg war ich viel mit der Kit-Linse, dem Nikon 24-85/3,5-5,6 unterwegs, es begleitete mich an der D600 in allen Lebenslagen und ich bin abgesehen von fehlenden 50mm nach „oben“ recht zufrieden gewesen. Die schlechte Blende störte mich nicht sehr da Blende 4-5,6 so meine Standardblende wurde. Schließlich soll da ja auch noch was im Bild scharf sein. Oder?

In einer Manie habe ich mir dann noch gebraucht das 28-300 von Nikon geholt – und festgestellt: Zu schwer! Zu gross! Zu viel Brennweite…

Daher jetzt noch ein 105er Macro als Erweiterung im Zoom-Bereich, aber auch wieder eine Festbrennweite – und schwer wie eine Hantel. Es wird wohl nicht mehr lange bei mir bleiben.

Bin ich jetzt zufrieden? Bei 3-5kg Equipmentgewicht schaue ich neidisch auf die Kollegen mit z.B. Fuji X-Kameras. So klein, so leicht, so einfach.

Lange Rede kurzer Sinn: Es war ein langer Weg für mich zu meinem Equipment – und leider auch ein teurer! Hier und da wollte ich anderen nicht glauben – hier und da bin ich anderen hinterhergerannt. Langsam finde ich einen fotografischen Weg. Aber zu Ende ist der noch lange nicht!

Über Weihnachten habe ich vieles verkauft und etwas neues angeschafft. Inzwischen bin ich etwas geläutert und mir ist klarer wo ich fotografiere und was ich wirklich brauche.

– Nikon D600 als ambitionierte Kamera und D3300 als nebenbei-dabei Kamera (Backup-Body)
– Nikon 20mm/1,8 als UWW für „meine” Motive
– Tamron 24-70mm/2,8 als Immerdrauf
– Nikon 35mm, 50mm&85mm/1,8 für Porträt und People
– Nikon 70-300mm für Wildlife im Wildpark Poing

Und (fast) alle Linsen sind nun neu gekauft und nicht aus dem gebraucht-Regal. Auch das ist so eine Erfahrung von mir.

In einer Schublade krabbelt noch ein 35mm/2 rum, das brauche ich für die alte analoge Nikon die alle Jahre mal in die Hand genommen wird. Ansonsten brauch ich wirklich nichts mehr.

Hätte mir das jemand 2008 schon gesagt – ich hätte es nicht geglaubt. Ich hätte es auch nicht glauben können, da ich damals niemals daran gedacht hätte, dass ich mit 20mm so gerne unterwegs bin. Oder mit Festbrennweiten.

Und was erzähle ich nun Freunden und Bekannten wenn sie mich bzgl. eines Foto-Einkaufs fragen was sie kaufen sollen? Oft rate ich zu einer Four-Thirds Kamera. Reicht auch vollkommen aus. Macht Bilder. Scharfe Bilder. Mehr braucht man nicht.

Hier die ganze Geschichte als Bild – ich hoffe es schreckt euch ab und lehr euch eines Besseren.  ;-)

Objektivwanderungen

Objektivwanderungen

Published: 4 Wochen ago

Es geht aufwärts

Okay – es gibt hier auch positives zu berichten. Die Zugriffszahlen auf den Blog steigen jährlich:

Bildschirmfoto 2014 12 23 um 20 30 45

Und wenn man sich die Top 10 Artikel anschaut, dann ist es für mich sehr überraschend, dass mein iPhone2Lightroom Workflow hier deutlich vorne steht. 

Bildschirmfoto 2014 12 23 um 20 31 23

Published: 1 Monat ago

Blitzexperimente

Seit einiger Zeit habe ich neue iTTL Flashtriggern von Yonguo. Und ich bin noch in der Test-&Lernphase. Und bekanntlich lernt man am besten beim Spielen. Also hab’ ich gespielt. Das Setup ist denkbar einfach: Kamera und Blitz in der Hand und die Lichtmenge per iTTL regeln. Bitte nett lächeln – einmal von vorne geblitzt und einmal von hinten. Fertig.

20141220 Blitzblumen 2365

20141220 Blitzblumen 2371

Ach ja – was habe ich dabei gelernt? Selbst bei einem Abstand von wenigen cm zwischen Blitz und Blume und bei -3 Blendendstufen abgeregelt schaffe ich es mit diesem Setup noch nicht den Hintergrund komplett schwarz zu bekommen. Es fehlt wohl noch einen Snoot. Jedenfalls hat mir LR den schwarzen Hintergrund den ich auf dem Display sehen konnte elegant aufgehellt. Scheiß VF-Dynamik. ;-)