Machst du eigentlich Backup???

Kennt ihr die Frage? Und? Was ist eure Antwort? ;-)

Backup ist, wenn die Daten an mindestens 2 örtlich voneinander unabhängigen Stellen gespeichert sind UND der Restore nachweislich funktioniert.

Alles andere ist kein Backup. Punkt!

Jetzt bin ich leider etwas gebrandmarkt. Ich habe mal 2 Jahre Bilder meiner Kinder verloren! Das schmerzt! Und alles nur, weil ich dem Backup vertraut habe, keinen regelmäßigen Restore getestet habe, keine Kontrolle über die Erledigung hatte, keine Info, wenn es mal nicht funktioniert hat. Ich war überheblich – weil „so was, das passiert doch mir nicht! Ich bin doch IT’ler!“. Pusteblume!

Seit einiger Zeit habe ich ein (hoffentlich) gutes System mit dem ich meine Daten recht ordentlich sichere und verteile. Und zwar

  • Automatisiert
  • Redundant
  • Inkremmentel
  • Jederzeit voll verfügbar
  • Verschlüsselt
  • Gesichert
  • Geprüft

Wie versuche ich das zu machen?

Die Hauptkomponenten hier sind ein NAS von Synology und der Dienst CrashPlan.

Hier mal die Gesamtübersicht

Netzwerkübersicht
Netzwerkübersicht

Hierbei läuft auf der Synology und auf jedem Rechner der Crashplan-Dienst. Jeder Crashplan-Client, kann nämlich auch ein Crashplan-Server sein!

Die Verbindung zwischen den Geräten läuft immer über HTTPS, egal ob intern oder extern, zusätzlich verschlüsselt der Crashplan Client die Daten automatisch lokal vor dem rüberschicken. Kostet etwas CPU – sollte einem aber Wert sein!

Lokales Backup

Die lokalen Rechner sichern also automatisch die Daten direkt auf die Synology und den Crashplan Server

Fall 1: Backup eines lokalen Rechners
Fall 1: Backup eines lokalen Rechners

Soweit easy und logisch.

Was passiert nun aber, wenn ich unterwegs bin?

Fall 2: Backup eines remote Rechners
Fall 2: Backup eines remote Rechners

In dem Fall sichert der Rechner von unterwegs tatsächlich seine Daten auch auf die Synology und den Crashplan Server. Crashplan dient hier as Relay bzw. DynDNS Server um die Ziellokation zu finden. Hier ist keine weitere Konfiguration notwendig. Auch keine besonderen Port-Freigaben auf der FritzBox sind hierfür notwendig.
Irgendwie ein wenig Voodoo, aber es funzt!

Und wie sichere ich nun die Synology?

Abgesehen davon, dass die Syno 2 Platten in einem RAID 1 hat, die Daten hier also lokal gespiegelt werden, läuft ja auch hier der Backup-Client von Crashplan. Also:

Fall 3: Backup der Synology
Fall 3: Backup der Synology

 

Mit diesem Konzept habe ich die Daten sozusagen mehrfach-redundant gesichert:

1. Auf dem Rechner
2. Auf der Synology
3. Auf Crashplan
4. Via Synology auf Crashplan

Und wenn wir es genau nehmen wollen: An der Synology hängt noch eine lokale USB Festplatte wo ich wöchentlich die Synology auch nochmals 1:1 spiegele.

…und nur wenn der Restore nachweislich funktioniert!

Das wichtigste für mich dabei ist, dass auch der Restore funktioniert! Dies habe ich schon ein paar mal nutzen müssen bzw. dürfen und auch getestet. Das funktioniert sofort – keine Zeitverzögerung! Dabei habe ich die Möglichkeit auf historische Versionen zurückzugreifen, d.g. ich kann einstellen wie lange bei Crashplan eine Version der Datei vorgehalten werden soll.

Funktioniert es auch?

Jeden Morgen erhalte ich eine eMail die mir den Status anzeigt, wer es weniger aufdringlich will, der lässt sich die eMail nur einmal die Woche senden.

Bildschirmfoto 2014 07 24 um 11 16 06

Natürlich gibt es im Crashplan Client auch eine genaue Übersicht wie der Backup-Status ist, aber so ein kleiner Wink am Frühstückstisch “Alles okay!” ist schon gut!

Sonst noch was?

Ach ja, natürlich ziehe ich mir (aktuell noch manuell) regelmäßig eine Kopie meiner WordPress Blogs per SCP auf die Synology runter – was dann auch gesichert wird.
Und ich spiegele meinen Dropbox Account auf die Synology – das ist aber eher eine Spielerei als eine wirklich sinnvolle Lösung.

Was kostet der Spaß?

Ich nutze hier die sogenannte Family Subscription,  mit der ich insgesamt 10 Rechner (also 1 Synology + 9 Rechner) sichern kann. Damit versorge ich also unsere Rechner + die Großeltern. Sicher ist ja sicher, gell?

Wo gibt es noch Lücken?

Crashplan ist nicht das schnellste Tool! Es dauert ein Weilchen bis ein paar Gigabyte RAW Material über die Leitung gegangen ist.

Crashplan kostet Bandbreite! Klar, wenn die Synology im Keller Daten schiebt, dann sind von unseren luxuriösen 6 Mbit Updtream gerne mal 2-3 Mbit belegt, wer also eine kleine Leitung hat, der sollte Obacht geben. Auch Tethering kann hier ins Auge gehen! Da muss der Crashplan Client händisch für 1-2 Stunden in den Schlaf geschickt werden. Ebenso ist die Lösung nix für jemand mit Volumenbegrenzung im DSL Tarif. Soll es ja geben.

Crashplan kostet CPU. Verschlüsseln kostet Kraft, aber man kann hier an der Konfiguration drehen.

Ansonsten hätte ich gerne an meiner Synology noch gerne eine USV um eine Stromunterbrechung hier besser abfangen zu können.

Die sollte keine komplette Erläuterung sein, lediglich eine Idee wie man es machen kann. Sicherlich gibt es neben Crashplan noch andere Dienste. Aber ich hoffe, es gibt genügend Impulse für eure eigene Lösung!

So jetzt: Und ihr so? Wie machst du eigentlich Backup?

Meglisalp

Mit der DSLR auf Bergwanderung

Letztes Wochenende war ich mit meinen Kollegen am Säntis in der Schweiz. Neben einem Meeting stand auch eine Bergwanderung auf den Säntis auf dem Programm.

Für mich war klar: Ich nehme meine Kamera mit!

Primär dachte ich zwar an Sternenhimmel-Bilder in den Bergen oder Landschaftsbilder, aber mir war auch bewusst, dass ich hier das eine oder andere eher Portrait-like oder Gruppen-Bild machen werden  muss.

Was nimmt man nun also als Equipment mit? Wer auf den Berg geht muss seine Sachen hochtragen, d.h. Gewicht und Größe sind eine wichtiger Punkt – schließlich habe ich kein Muli dabei. Neben der D600 und meinem Lieblingsobjektiv dem 20mm/2,8 wollte ich nur noch ein weiteres Objektiv mitnehmen. Zuerst dachte ich an das 28-300 – aber wir mussten unseren kompletten Rucksack auch über den Säntis tragen und da fällt das 28-300 auf Grund des Gewichtes komplett aus. Das 24-85 wäre auch okay gewesen, aber ich kenne mich: Dann hätte ich das 20er nicht montiert. Also 85/1,8 oder 50/1,8? Am Ende war es das 50er. Gewicht und der etwas universellere Einsatzbereich haben dann gezählt.

Zum Wandern habe ich den Capture Clip verwendet um die Kamera am Rucksackgurt zu montieren. Der Capture Clip ist inzwischen neben meiner Black Rapid Handschlaufe mein liebstes Trage-Utensil geworden. Egal ob am Rucksackgurt oder am Gürtel. Dazu ein am Gürtel bzw. Bauchgurt des Rucksacks befestigteren Objektivköcher für das zweite Objektiv. Fertig.

Die Wanderung war durchaus Hochalpin und ich habe dann doch an einem Klettersteig die Kamera und den Köcher in den Rucksack verstaut. Wäre aber nicht unbedingt notwendig gewesen – allerdings wollte ich auch deinen Versicherungsschaden provozieren! Alles in allem ist die Kombi so gut geeignet, vielleicht wäre das 24-85 doch eine gute Alternative, das 20er dann eben nur für die nächtlichen Aufnahmen des Himmels. Wenn der sich nicht wieder hinter den Wolken verzieht. ;-)

Leider kann ich nicht alle Bilder hier zeigen – die Kollegen wollten mir irgendwie keinen Model-Release geben, ggf. weil sie dann hier und da doch etwas derangiert aussahen. Aber was ich zeigen kann, sehr ihr hier in der Galerie.

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[4mal13ist2014 - Geräusche] Im Kreis herum

Einmal im Jahr ist bei uns im Dorf (Sorry – Gemeinde…) ein Volksfestchen. Es ist wirklich nett, ein Bierzelt, ein paar Buden und Fahrgeschäfte. Mit dem Oktoberfest oder dem Wasen kann es nicht mithalten – auch nicht mit meinem aus Kindertagen geliebten Pferdemarkt. Aber am Ende ist es den Besuchern auch egal wie groß oder bunt so ein Volksfest ist! Den Erwachsenen kommt es am Ende nur darauf an, wie viel kostet die Maß – und der Jungend: Wie teuer ist der Autoscooter! ;-)

Und dann lässt sich das Publikum für einen Moment in das jetzt und hier fallen, schaukelt, fährt mit 6 Jahren zum ersten Mal „Auto“ oder freut sich als Jugendlicher darüber wenn in der Tegernseer Rundfahrt das Madl an der Seite dann Zentrifugalkraft endlich an einen ankuschelt und das Madl bei jeder Welle kreischt. „Achtung Achtung – noch ne Runde!!!”

Herrlich. Nochmals Kind sein. 

 

20140719 Volksfeststimmung 8767