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Als Social Media werden alle Medien verstanden, die die Nutzer über digitale Kanäle in der gegenseitigen Kommunikation und im interaktiven Austausch von Informationen unterstützen
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Soweit die Definition. Was war aber konkret mal die Idee der diversen (von mir genutzten) Plattformen – und was sind sie nun?
Eigentlich sind Facebook&Co. doch aufgesetzt worden um Freundschaften aus der realen Welt in Internet zu “verlängern”. Jedenfalls war das so immer mein Verständnis.
Wenn ich mir jetzt die verschiedenen Plattformen – und dann noch das Verhalten der diversen Menschen dort ansehe, dann kommen mir da doch langsam aber sicher diverse Zweifel.
Xing (Ehemals OpenBC)
Damals, so gegen 2005, da wurde ich auf OpenBC aufmerksam. “Spannend” dachte ich, da kann ich meine Visitenkarten “virtualisieren”. Aus OpenBC wurde Xing – besser wurde aber nichts! Im Wesentlichen ist es noch immer ein Datengrab, eine Einweg-Schnittstelle für Kontakte. Davon hat Mann viele, so fast 800. Zwecks mangelhafter Verwaltungstools nur schlecht gepflegt und mangels Sync mit Outlook zwar aktueller – aber eben nicht alle im Offline Device (Sprich iPhone). Mit dem letzten Relaunch ist man sichtlich bemüht mehr Kontent (und damit aktive User) auf die Plattform zu bekommen… aber so richtig will das nicht werden.
Und generiere ich über diese Plattform mehr “Geschäft”? Nein! Nichts! Nada!
Habe ich dadurch zu meinen “Freunden” mehr Kontakt. Nope!
LinkedIn
Analog zu Xing nur international – aber auch nicht besser!
StayFriends
Nette Idee: Schul-reunion! Leider mit wenig durchschlagendem Erfolg. Sprech’ ich deswegen mehr mit alten Klassenkammeraden? No!
Wer-kennt-wen
Räusper. Ja, da hab’ ich auch einen Account. Ich schäme mich ja schon…
Facebook
Der Klassiker unter den Sozialen Netzwerken. Etliche andere Versuche hat es verdrängt. Und auch wenn es nicht für den deutschen Markt gemacht/gedacht war (Stichwort Datenschutz), so hat es sich quasi als Standard etabliert. Man mag die aktuellen Trends (Timeline, Chat, Videotelefonie etc.) mögen oder nicht, man mag dort Spiele spielen oder auch nicht: Facebook ist genau die Plafform auf der den größten Austausch mit Freunden/Bekannten habe. Hier bin ich am aktivsten.
Twitter
Ich kann es gar nicht glauben! Eigentlich wollte ich nur 2 Fotonerds folgen – jetzt habe ich selbst schon über 4.500 Tweets geschrieben. Von ehemals fast 300 Usern denen ich gefolgt bin, habe ich mich auf runde 150 abgespeckt – und das wird noch weitergehen. Inzwischen sind mir vor allem die kommerziellen Fotografen hier ein Graus! Sinnlose Verweise auf eigene Artikel die ich am Ende dann doch über den RSS Reader lese und die – und das ist das entscheidende für mich: Mir a) nicht folgen oder wenn doch b) nie mal Antwort/Stellung auf meine Tweets geben. Also weg damit! Weniger ist bekanntlich mehr!
Was bleibt sind eine Handvoll von Menschen die mir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen sind und deren Kommentare mich im Sommer/Herbst 2011 nach einer Twitter Abstinenz dann doch wieder reuig zurück nach Twitter gebracht haben. Bisher habe ich nur wenige persönlich kennengelernt, einige werde ich noch kennenlernen, manche sicherlich nie.
Dazu kommt, dass ich hier einen Kanal habe auf dem meine Frau und meine Kollegen nicht mitlesen (Was bei Facebook anders ist) und ich auch mal den einen oder anderen “Schrei” loslassen kann. Man wird getragen und trägt auch andere.
Google+
Nicht meins. Punkt!
Flickr
Sicherlich noch immer DIE Plattform für Fotografen zum Austausch von Bildern, für Diskussionen und Meinungen. Aber abgesehen von “Toller Ausschnitt” oder ähnlichen flachen Kommentaren kommt meist nix anderes heraus. Auch hier gibt es ein paar Wenige die sich die Mühe machen und einem etwas Feedback geben – die meisten betreiben aber eher ihre persönliche Nabelschau! Bringt mich das (fotografisch) weiter? Nicht wirklich!
500px
Hätte sicherlich der Nachfolger von Flickr werden können – aber auch hier gab es zwar einen starken Anfang und dann einen noch stärkeren Abgang. Keine neuen Funktionen, keine Gruppen etc. Also kein Ersatz für das kränkelnde Flickr. Wenn gleich aber hier die Qualität gegenüber Flickr deutlich höher ist – das Niveau der Kommentare ist nahezu identisch! Kann ich hier was lernen? Ein wenig – nämlich beim Review der Bilder von ein paar wenigen und ausgesuchten Fotografen die meinem Stil entsprechen. Mehr aber auch nicht.
www.apographon.de
Hm. Meine persönliche Nabelschau die hier und da auch gelesen und kommentiert wird. Mehrwert? Hm.
Fazit für mich
Facebook für allgemeine Freunde und Twitter für ein paar Spezielle. Mehr ist nicht geblieben.
Bei Flickr werden ich den Pro Account kündigen und weiter Bilder runternehmen. Für 500px gilt wohl das selbe. Eine Idee wie das weitergehen kann/soll habe ich noch nicht.